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Psychosomatik, Psychotherapie, Psychiatrie
Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.4. Mose Vers 6, 24-26

Krankheitsbilder.
Informieren Sie sich, welche Erkrankungen in unseren Einrichtungen behandelt werden.

In unseren Behandlungs- und Betreuungskonzepten berücksichtigen wir sowohl die aktuellen wissenschaftlichen Standards psychotherapeutischer Behandlung als auch die religiösen Bedürfnisse der Erkrankten.

    Krankheitsbilder

    Wir behandeln psychische Erkrankungen wie Depressionen, Ängste, Zwänge, Essstörungen, Burnout-Syndrome und psychosomatische Krankheiten.

  • Angststörungen

    Angststörungen

    Angst ist eine normale, sinnvolle und im Grundansatz auch im Tierreich anzutreffende Reaktion auf Gefahren. Eine gesunde Angst befähigt uns z. B., blitzschnell zu reagieren, noch bevor wir eine Situation bewusst durchdacht haben.
    Unter bestimmten Bedingungen können sich solche sinnvollen Angstreaktionen verselbständigen: Es kommt zu krankhafter Angst. Die normalen Komponenten der Angstreaktion (vegetativ durch Ausschüttung von Stresshormon, emotional durch Gefühl der Bedrohung, kognitiv durch gedankliche Situationsbewertung und motorisch durch schnellstmögliche Flucht) geraten aus ihrem sinnvollen Gleichgewicht.

    Wenn Angst losgelöst von Bedrohungssituationen oder bei harmlosen Auslösern in unangemessen ausgeprägter Form auftritt, handelt es sich um eine pathologische (krankhafte) Form der Angst, die zu Angsterkrankungen führen kann.

    Diese krankhafte Angst ist dem Menschen nicht angeboren, sie wurde durch negative Erfahrungen gelernt. Sie kann deshalb auch durch neue Erfahrungen wieder verlernt werden.

    Man kann zunächst versuchen, sich selber zu helfen, indem man sich den angstauslösenden Situationen stellt, statt sie zu vermeiden. Dabei lässt sich in der Regel die Erfahrung machen, dass die Angst von alleine nachlässt, wenn man ihr lange genug die Stirn bietet.

    Wenn das aber keine baldige Besserung bringt, sollte eine qualifizierte psychotherapeutische Behandlung aufgesucht werden. Das ist oft der erste Schritt der Angstüberwindung. Krankhafte Angst ist heilbar!

    Angststörungen können sich in Form von Panikstörungen (plötzlich auftretenden Angstanfällen), Phobien (Angst vor konkreten Auslösesituationen, z. B. Höhenangst, Fahrstuhlangst, Angst vor Menschenmengen u. ä.) oder einer generalisierten Angststörung mit ständig vorhandener erhöhter Grundangst zeigen.

    • Anpassungsstörungen bei akuten Krisen oder chronischen Belastungen

      Anpassungsstörungen bei akuten Krisen oder chronischen Belastungen

      Eine Anpassungsstörung kann als Reaktion auf einmalige oder fortbestehende belastende Ereignisse entstehen, wenn die Ereignisse nicht adäquat verarbeitet oder überwunden werden können.

      Die auftretenden Symptome können sehr vielfältig sein und hängen individuell von der Person und dem als Belastung empfundenen Ereignis ab.

      Folgende Symptome sind möglich:

      • subjektives Gefühl von Bedrängnis
      • emotionale Beeinträchtigung
      • verändertes Sozialverhalten
      • evtl. sozialer Rückzug
      • Gefühle der Leere
      • Gedankenkreisen
      • gesteigerte Sorge
      • Freudlosigkeit
      • Trauer
      • Angst
      • depressive Verstimmung
      • Borderline-Störungen

        Borderline-Störungen

        Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) oder emotional instabile Persönlichkeitsstörung ist die Bezeichnung für tief in der Persönlichkeit verwurzelte Verhaltensmuster, die durch Impulsivität und Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, Stimmung und Selbstbild gekennzeichnet sind.
        Bei einer solchen Störung sind bestimmte Bereiche von Gefühlen, des Denkens und des Handelns beeinträchtigt, was sich durch negatives und teilweise paradox wirkendes Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen sowie im gestörten Verhältnis zu sich selbst äußert. Die BPS wird sehr häufig von weiteren Störungen begleitet, darunter dissoziative Störungen, Depressionen sowie verschiedene Formen von selbstverletzendem Verhalten.
        In der Psychotraumatologie zählt man das Symptombild zu den komplexen posttraumatischen Belastungsstörungen.

        • Burn-out-Syndrome

          Burn-out-Syndrome

          Nicht alles, was im Alltag als “Stress” bezeichnet wird, ist negativ. Es gibt auch eine positive Stressbelastung, den so genannten “Eustress”, der im positiven Sinne als “Würze des Lebens” herausfordert und motivierend wirkt.

          “Disstress”, das Gegenstück, beeinträchtigt indessen die körperliche und seelische Gesundheit negativ. Ob jemand etwas als negativen Stress empfindet, hängt von mehreren Faktoren ab. Da ist zunächst das Ereignis / die Situation an sich; die Vielzahl von “Stressoren”. Stress ist etwas sehr Individuelles, für jeden etwas Anderes.

          Mindestens genauso wichtig ist aber, wie eine Person darüber denkt, denn “Stress findet im Kopf statt!”. In diesem Zusammenhang ist die Funktion der individuellen Stressverstärker zu erwähnen, wie z. B. “es allen recht machen wollen”, “zu viel auf einmal wollen”, “den Blick nur auf das Negative richten”.

          Jeder Mensch hat seine individuellen Belastungsgrenzen. Wenn die häufig oder ständig überschritten werden, wird der Stress zu groß. Mit der Zeit ist der Mensch nicht mehr in der Lage, den Stress abzubauen und sich zu erholen. Dann können körperliche und seelische Krankheiten die Folge sein. Dazu gehören beispielsweise Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Schlafstörungen, aber auch Depressionen.

          Es ist wichtig, die persönlichen Stressfaktoren zu identifizieren und bewusst Problemlösungen zu entwickeln. Neben diesen äußeren Reaktionen ist es sinnvoll, die eigenen Einstellungen und Bewertungen zu überdenken und umzulernen, z. B. Perfektionismus abzulegen und eigene Leistungsgrenzen zu akzeptieren. Als dritte Möglichkeit, Stress abzubauen, ist es empfehlenswert, für entsprechenden Ausgleich zu sorgen, z. B. durch körperliche Aktivität, Ablenkung, Hobbys und soziale Kontakte.

          • Dekompensationen bei Persönlichkeitsstörungen

            Dekompensationen bei Persönlichkeitsstörungen

            Als Persönlichkeitsstörungen werden psychische Störungen bezeichnet, die verschiedene überdauernde Erlebens- und Verhaltensmuster mit Beginn in der Kindheit und Jugend beschreiben. Diese Verhaltensmuster weichen von einem flexiblen, situationsangemessenen Erleben und Verhalten ab.

            Persönlichkeitsstörungen sind durch relativ starre Einstellungen und Verhaltensformen gekennzeichnet, vor allem in Situationen, die für die jeweilige Person konflikthaft sind. Die persönliche und soziale Funktions- und Leistungsfähigkeit ist meistens beeinträchtigt.
            Persönlichkeitsstörungen werden nach charakteristischen Merkmalen unterteilt, wobei jedoch häufig Überschneidungen vorkommen. In der Psychiatrie und klinischen Psychologie wurden verschiedene Typologien oder Klassifikationssysteme entwickelt.

            • Depressive Erkrankungen (Depression)

              Depressive Erkrankungen (Depression)

              Eine Depression (meist in Form einer “depressiven Episode” auftretend), ist eine psychische Erkrankung, die sich durch gedrückte Stimmung, gehemmten Antrieb, Interessenlosigkeit und Freudlosigkeit äußert. Häufig kommen auch Schlafstörungen dazu sowie ein gestörtes Selbstwertgefühl, Hoffnungslosigkeit, Entscheidungsunfähigkeit usw..

              Bei Depressionen werden verschiedene Schweregrade unterschieden. Insgesamt erkranken zehn Prozent der deutschen Bevölkerung einmal oder mehrmals in ihrem Leben an einer schweren depressiven Episode.

              Je nach Schwere einer Depression kann sie mit latenter oder akuter Suizidalität einhergehen. Es wird vermutet, dass der größte Teil der Suizide in Deutschland auf Depressionen zurückzuführen ist.

              Depressionen werden leider häufig nicht als solche erkannt, sind mit Medikamenten und Psychotherapie aber gut behandelbar.

              Im Umgang mit depressiv erkrankten Menschen ist es wichtig, die Person zu ermutigen, sie zu entlasten, aber gleichzeitig auch ehrlich zu ihr zu sein. Überforderte Familienmitglieder sollten sich rechtzeitig um eine eigene Unterstützung bemühen.

              Gute Beziehungen, in denen auch aktuelle Empfindungen zur Sprache kommen, Herausforderungen ohne Überforderung und kreative Spielräume tragen wesentlich zu psychischer Gesundheit bei und helfen dabei, einer depressiven Erkrankung vorzubeugen.

              • Posttraumatische Belastungsstörungen

                Posttraumatische Belastungsstörungen

                Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entsteht „als eine verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation kürzerer oder längerer Dauer, mit außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde“. Es werden unterschiedliche psychische und psychosomatische Symptome zusammengefasst, die als Langzeitfolgen eines Traumas oder mehrerer Traumata auftreten können. Schwere, Zeitpunkt und Dauer der zugrundeliegenden Traumatisierung haben dabei Auswirkungen auf das Ausmaß und den Grad der Manifestation der Störungen.

                Durch eine frühzeitige psychotherapeutische Intervention kann der Entwicklung einer PTBS entgegengewirkt werden.

                Besonders schwere Formen von PTBS sind etwa das so genannte KZ-Syndrom bei Überlebenden des Holocaust oder des sowjetischen Gulag-Systems und das speziell im englischen Sprachraum bekannte Post Vietnam Syndrome (PVS). In jüngster Zeit wurden weitere Unterformen der PTBS postuliert. Dazu gehört etwa das Post Cult Syndrome, das bei Menschen auftritt, die einen sektenähnlichen religiösen Kult verlassen haben. Auch das Adopted Child Syndrome wird inzwischen von einigen Wissenschaftlern als Unterform der PTBS betrachtet.

                Im Unterschied zur akuten Belastungsreaktion (Dauer der Symptome bis zu einem Monat) spricht man von PTBS ab einer Dauer von einem Monat. Unbehandelt besteht ein Chronifizierungsrisiko von rund 30 Prozent.

                • Psychogene Ess-Störungen

                  Psychogene Ess-Störungen

                  Der Kult um den Körper nimmt Menschen unserer Gesellschaft nicht selten gefangen. Unserem heutigen Schönheitsideal liegt zum Teil die griechische Philosophie der Askese zugrunde. Wie in der Antike z. B. bei den Olympiakämpfern wird auf ganz unterschiedliche Weise “Body-shaping” betrieben: Die fixe und unrealistische Idee vom gewünschten Körper wird der eigenen leiblichen Wirklichkeit aufgepresst.

                  Besonders häufig kommt es dann bei jungen Menschen zur “Identitätskonfusion”, man muss sich zeigen als der / die, die man sein möchte, um im Wettbewerb auf dem Schönheitsmarkt bestehen zu können. Auch familiäre und / oder schulische Konflikte bestimmen früh die Entwicklung des Körperbildes / der Vorstellung vom eigenen Körper. Schon im Kindergarten und in der Schule kann eine von der Norm abweichende Körperlichkeit zu tief verletzenden Entwertungen führen, ja sogar zu sozialer Diskriminierung oder Mobbing.

                  Einerseits unterdrückt die Norm des perfekten Körpers und verführt zu zahllosen Diäten. Andererseits beherrscht uns wiederum eine Lebensphilosophie der Antike (nach Epikur): “Lasset uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot.” Diese kulturelle Bedeutung und emotionale Wichtigkeit der unglaublich vielfältigen Essensgenüsse kann in Zusammenhang mit Diäten zur Gewichtsregulierung schließlich ungewollt in eine Essstörung in Form einer Magersucht (Anorexie) oder Ess-Brech-Sucht (Bulimie) münden.

                  Hilfreich sind dabei die Früherkennung eines problematischen Umgangs mit Essen sowie eine Unterscheidung der jeweiligen Essstörung. Auf dem Weg der Genesung ist es wichtig und hilfreich, früh aus der “Schamisolation” herauszutreten, das offene Gespräch mit anderen Betroffenen oder Fachleuten zu suchen.

                  Weitere Informationen zum Thema Essstörungen findet man auch im Internet, z. B. bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

                  • Psychosomatische Erkrankungen

                    Psychosomatische Erkrankungen

                    In der Psychosomatik wird die Verflechtung von körperlichen Vorgängen, psychischen Abläufen und sozialen Lebensbedingungen betrachtet.

                    Zum klinischen Bereich der psychosomatischen Medizin zählen:

                    • körperliche Erkrankungen mit allen biopsychosozialen Aspekten (z. B. Krebskrankheiten und ihre Bewältigung, Asthma, Bluthochdruck, Migräne u. a.)
                    • physiologisch-funktionelle Störungen als Begleiterscheinungen von Emotionen und Konflikten sowie als direkte oder indirekte Reaktion auf psychische oder physische Traumata
                    • Somatoforme Störungen, bei denen kein organischer Befund nachweisbar ist und psychische Faktoren bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Symptome eine bedeutsame Rolle spielen, z. B. Schmerzen und funktionelle Beschwerden des Herz-Kreislauf Systems, Magen-Darm-Bereiches und des Skelett- und Muskelsystems.
                    • Konversionsstörungen: körperliche Symptome, die auf unbewusste Konflikte zurückgehen
                    • Hypochondrie: Die Überzeugung, an einer Krankheit zu leiden, und krankhaftes Interesse an der eigenen Gesundheit oder übertriebene Beachtung von harmlosen körperlichen Beschwerden
                    • Psychovegetative Störungen, Erschöpfungs- und Versagenszustände

                      Psychovegetative Störungen, Erschöpfungs- und Versagenszustände

                      Psychovegetative Störungen sind Störungen im Bereich des vegetativen Nervensystems. Dieses funktioniert unbewusst und regelt Atmung, Verdauung, Stoffwechsel, Wasserhaushalt und viel andere Funktionen.
                      Obwohl sich Störungen im vegetativen Nervensystem primär im körperlichen Bereich bemerkbar machen, steckt meist eine psychische Ursache hinter den Beschwerden. Die Betroffenen haben oft eine lange Leidenskarriere hinter sich, da sie über körperliche Beschwerden klagen, ohne dass dafür eine organische Ursache des Leidens gefunden werden kann. Häufig werden zahlreiche Ärzte und Spezialisten konsultiert in der Hoffnung, dass endlich eine Ursache der Beschwerden im körperlichen Bereich gefunden werden kann. Erhält ein Betroffener die Auskunft, dass die Beschwerden “nur psychisch” zu erklären sind, ist er enttäuscht und wendet sich dem nächsten Arzt oder Heilpraktiker zu, der ihn vielleicht versteht und eine körperliche Ursache findet.

                      Hilfreich ist die Erkenntnis, dass Körper und Seele immer zusammenwirken und deswegen neben einer Behandlung der körperlichen Symptome eine psychische Erklärung und ein Eingehen auf die seelischen und oft auch sozialen Ursachen notwendig ist, um die Beschwerden zu lindern.

                      • Sekundäre stoffgebundene Suchterkrankungen

                        Sekundäre stoffgebundene Suchterkrankungen

                        Stoffgebundene Suchterkrankungen sind durch die zwanghafte und nicht mehr vollständig der Willenskontrolle unterworfene regelmäßige Einnahme von Stoffen gekennzeichnet, die für Körper und Seele unmittelbar oder auf längere Sicht schädliche Auswirkungen haben. Am verbreitetsten sind die Alkohol-, Nikotin-, Medikamenten- oder Drogenabhängigkeit. Häufig stellen sich Gewöhnungseffekte mit Dosissteigerung (immer häufigerer oder höherer Konsum) oder Entzugserscheinungen beim Versuch, die Einnahme auszusetzen, ein.

                        Sekundäre stoffgebundene Suchterkrankungen treten auf, wenn das Suchtproblem erst aus einer primären Erkrankung wie z. B. einer Depression heraus entstanden ist. Dann gilt es, neben der Abhängigkeit von den Suchtstoffen vor allem auch die Grunderkrankung zu behandeln.

                        • Schizophrenie und wahnhafte Störungen im Stadium der Remission

                          Schizophrenie und wahnhafte Störungen im Stadium der Remission

                          Schizophrene Erkrankungen gehen einher mit schweren Beeinträchtigungen des Denkens, Fühlen und Wahrnehmens. Charakteristisch ist das Auftreten von Wahngedanken (festen Überzeugungen z. B. von Verfolgung, Bedrohung, besonderer Erwählung u. ä.) sowie von Halluzinationen (Trugwahrnehmungen wie dem Hören von Stimmen oder bildhaften Eindrücken). Nach einer Phase von starker Unruhe, Umtriebigkeit und Angst stellt sich häufig ein Zustand von Erschöpfung, Energielosigkeit, Antriebsmangel und fehlender Gefühlswahrnehmung ein, der über längere Zeit anhalten kann.
                          Remission bedeutet, dass die akute Symptomatik abgeklungen ist.

                          • Zwangsstörungen

                            Zwangsstörungen

                            Zwangsstörungen sind psychische Störungen, bei denen für den Betroffenen ein innerer Drang besteht, bestimmte Dinge zu denken oder zu tun. Der Betroffene wehrt sich gegen das Auftreten der Zwänge und erlebt diese als übertrieben und sinnlos. Die Störung bringt meist starke Belastungen und Beeinträchtigungen des Alltagslebens mit sich. Ältere Bezeichnungen für Zwangsstörungen sind Zwangsneurose und anankastische Neurose.

                            Die Haupt-Symptomatik der Zwangsstörung besteht in Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen. Bei mehr als 90 Prozent der Betroffenen finden sich beide Symptome.

                            Beispiele:

                            • Zwangsideen/Zwangsbefürchtungen
                            • Zwangsimpulse
                            • Grübelzwang
                            • Reinlichkeitszwang, wie z. B. der Waschzwang
                            • Kontrollzwang: Ständige Überprüfung von bestimmten Dingen, wie Herdplatten, Türschlössern, Gashähnen, Aschenbechern, wichtigen Papieren
                            • Ordnungszwang: Es wird versucht, in der Umgebung immerzu Symmetrie, Ordnung oder ein Gleichgewicht herzustellen, indem Dinge wie Bücher oder Nahrungsmittel nach strengen Regeln perfekt geordnet sind.
                            • Berührzwang: Zwang, Dinge anzufassen oder gerade nicht anzufassen
                            • Zählzwang: Alle Dinge, die im Alltag auftauchen, werden gezählt
                            • verbale Zwänge: Ausdrücke, Sätze oder Melodien werden immer wieder wiederholt

                            Spezielle Behandlungsansätze.

                            Die spirituelle oder religiöse Orientierung eines Menschen gehört zentral zu seiner Persönlichkeit. Um diesen Bereich adäquat in eine Psychotherapie einbinden zu können, bedarf es einer besonderen fachlichen Kompetenz. Bei entsprechender Indikation gehen wir insbesondere auf relevante psychische Erkrankungen im Zusammenhang mit:

                            • spirituellen Krisen und Sinnfindungskrisen,
                            • sog. „ekklesiogenen“ Neurosen,
                            • Charakterfehlprägungen durch pathogene religiöse Einstellungen,
                            • Persönlichkeitsdeformierungen durch Sektenzugehörigkeit oder Verwicklung in Okkultismus,
                            • oder religiösen Wahnbildungen ein

                            Folgende Krankheiten können wir leider nicht behandeln.

                            • organisch bedingte Psychosen
                            • Schizophrene oder manische Psychosen im akuten Stadium
                            • akute suizidale Krisen
                            • schwerergradige Minderbegabung
                            • primär stoffgebundene Suchterkrankungen (Alkohol- und Drogenabhängigkeit)
                            • schwerere körperliche Erkrankungen mit Pflegebedürftigkeit

                            Diese Erkrankungen bedürfen entweder eines grundsätzlich anderen Behandlungsansatzes (z. B. geschlossene akutpsychiatrische Behandlung, Suchtmittelkontrolle) oder haben einen pflegerischen Schwerpunkt.