Glossar
Was bedeutet ...?
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Borderline-Störungen sind durch eine tiefe Verunsicherung in der eigenen Identität gekenn-zeichnet. Dies äußert sich oft in raschen emotionalen Wechseln, einem chronischen inneren Gefühl von Leere und manchmal in selbstverletzendem Verhalten. Zwischenmenschliche Beziehungen sind häufig stark belastet.
Dekompensation Eine grundlegend belastende innere oder äußere Situation konnte bisher (ggf. mühsam) gemeistert (kompensiert, ausgeglichen) werden. Das ist jetzt nicht mehr möglich und es kommt zu Krankheitssymptomen.
''Ekklesiogene'' Neurose ist ein veralteter Begriff, der das Zustandekommen von neurotischen Erkrankungen (siehe unten) auf Einflüsse aus dem kirchlichen Umfeld zurückführt.
Endogene Psychosen im Stadium der Remission Hier sind insbesondere Erkrankungen
aus dem Bereich der Schizophrenie gemeint. Remission bedeutet, dass die akute Symptomatik abgeklungen ist.
Neurotische Erkrankungen sind Krankheitsbilder, bei deren Entstehung unverarbeitete
frühere Erlebnisse, insbesondere aus der Kindheit, eine zentrale Rolle spielen. Beispiele für mögliche Symptome sind Depressionen, Ängste und Zwänge.
Organische Psychosen Eine Gehirnkrankheit (z. B. Tumor, Blutung, Durchblutungsstörung, Hirnverletzung, Alzheimer) führt zu Persönlichkeitsabbau und psychischen Symptomen.
Pathogen Krankmachend.
Posttraumatische Belastungsstörungen entstehen nach schwerwiegenden belastenden Ereignissen, sogenannten Traumata. Dabei kann es sich sowohl um aktuelle Traumata wie
einen Raubüberfall oder einen Verkehrsunfall handeln als auch um länger zurückliegende Belastungen wie Misshandlung oder Missbrauch in der Kindheit. Meist kommt es zu ungewolltem Nacherleben traumatischer Szenen, was in der Regel mit starken Ängsten verbunden ist.
Psychogene Ess-Störungen Hierzu zählen unter anderen Magersucht (Anorexie),
Ess-/Brechsucht (Bulimie) sowie Übergewicht aus psychischen Ursachen.
Psychosomatische Erkrankungen sind Krankheitsbilder, die sich in erster Linie durch körperliche Symptome ausdrücken. Eine eindeutige körperliche Grunderkrankung läßt sich
jedoch nicht finden. Beispiele hierfür sind manche Kopf- und Rückenschmerzen, Magen/Darm-Beschwerden, Schluckstörungen, Herzschmerzen, Erstickungsängste sowie Muskel- und Gelenkschmerzen wie bei Fibromyalgie.
Psychovegetative Störungen sind Störungen im Bereich des vegetativen Nervensystems. Dieses funktioniert unbewusst und regelt Funktionen wie Atmung, Verdauung, Stoffwechsel, Wasserhaushalt und anderes.
Sekundäre stoffgebundene Suchterkrankung meint eine Alkohol-, Medikamenten- oder Drogenabhängigkeit, die jedoch nicht im Vordergrund der Erkrankung steht. Vielmehr ist das Suchtproblem erst aus einer primären Erkrankung wie z. B. einer Depression heraus entstanden.


