Psychogene Ess-Störungen
Der Kult um den Körper nimmt Menschen unserer Gesellschaft nicht selten gefangen. Unserem heutigen Schönheitsideal liegt zum Teil die griechische Philosophie der Askese zugrunde. Wie in der Antike z. B. die Olympiakämpfer wird auf ganz unterschiedliche Weise “Body-shaping” betrieben: Die fixe und unrealistische Idee vom gewünschten Körper wird der eigenen leiblichen Wirklichkeit aufgepresst.
Besonders häufig kommt es dann bei jungen Menschen zur “Identitätskonfusion”, man muss sich zeigen als der / die, die man sein möchte, um im Wettbewerb auf dem Schönheitsmarkt der Eitelkeiten bestehen zu können. Auch familiäre und / oder schulische Konflikte bestimmen früh die Entwicklung des Körperbildes / der Vorstellung vom eigenen Körper.
Schon im Kindergarten und in der Schule kann eine von der Norm abweichende Körperlichkeit zu tief verletzenden Entwertungen führen, ja sogar zu sozialer Diskriminierung oder Mobbing.
Einerseits unterdrückt die Norm des perfekten Körpers und verführt zu zahllosen Diäten. Andererseits beherrscht uns wiederum eine Lebensphilosophie der Antike (nach Epikur): “Lasset uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot.” Diese kulturelle Bedeutung und emotionale Wichtigkeit der unglaublich vielfältigen Essensgenüsse kann in Zusammenhang mit Diäten zur Gewichtsregulierung schließlich ungewollt in eine Essstörung münden.
Hilfreich sind dabei die Früherkennung eines problematischen Umgangs mit Essen sowie eine Unterscheidung der jeweiligen Essstörung. Auf dem Weg der Genesung ist es wichtig und hilfreich, früh aus der “Schamisolation” herauszutreten, das offene Gespräch mit anderen Betroffenen oder Fachleuten zu suchen.
Weitere Informationen zum Thema Essstörungen findet man auch im Internet, z. B. unter: www.bzga-essstoerungen.de
Behandlung:
In der de'ignis-Fachklinik gibt es ein spezielles Therapiekonzept für Personen mit Essstörungen.

